Ich bin zwar gestern oder eher heute auch erst nach 05:00 Uhr ins Bett gekommen, stellte mir aber den Wecker dennoch auf 13:00 Uhr, da ich noch einiges zu erledigen hatte und an diesem Wochenende noch nicht wirklich etwas getan hatte. Und man will es kaum glauben, aber ich bin tatsächlich aufgestanden!
Im Nachhinein stelle ich mir allerdings die Frage, ob das eine gute Idee war, da der heutige Tag rein emotional eher besch***** war – zumindest bis zum Abend. Nachdem ich aufgestanden bin, schoss mir unausweichlich die Kälte bis tief in die Knochen und meine Temperaturanzeige lieferte den plausiblen und unmissverständlichen Grund dafür.
Ich aktivierte sofort meinen elektrischen Heizkörper um nach einiger Zeit bei halbwegs erträglichen Temperaturen zu studieren. Das Zimmer zu wärmen ist eine Sache, die gesamte Wohnung eine andere und zwar eine unmögliche. So war es jedes Mal ein Graus wenn ich aus meinem Zimmer gehen musste um beispielsweise ins Bad oder die Küche zu gelangen. Das Wohnzimmer mit seiner riesigen, unisolierten Schiebetür kam mir wie eine Eiskammer vor und auch in den sonstigen Räumlichkeiten der Wohnung wollte man sich nicht lange aufhalten. Heute dachte ich mir zum ersten Mal: Ich will nach Hause! Einfach nur aus dem Grund, da ich mich nicht einmal „daheim“, also in meiner Wohnung hier in Spanien, wohl fühlen kann. Für mich bedeutet es nicht zu Hause zu sein, wenn man mit einem dicken Pullover und einer warmen Decke um die Schultern in der Wohnung sitzt, zwei Paar Socken trägt und immer noch kalte Füße hat.
Nichtsdestotrotz kam ich dazu einiges für die Universität zu erledigen und ich schaffte einen großen Teil des Geplanten. Mir bleibt nur noch einiges für die aktuelle Übung aus „ofimática“ zu tun. Ich skypte dann ein wenig mit Nadja und fühlte mich im Nachhinein schon etwas besser, wobei das die Kälte natürlich nicht verdrängte.
Ohne richtig zu wissen, ob ich überhaupt Lust dazu hatte, traf ich mich wie bereits gestern vereinbart mit Daniel um zu „tapieren“. Und ich bin wirklich froh mich so entschieden zu haben: Wir waren zwar nur 2 Stunden im Poë, aber in dieser Zeit fühlte ich mich zunehmend besser und gegen Ende des Abends war ich wieder richtig gut gelaunt. Um falschen Schlussfolgerungen vorzubeugen: Das hat weniger mit den drei kleinen Bieren zu tun, die ich getrunken haben, als mit der Tatsache, dass ich mich sehr gut mit Daniel unterhielt und feststellte, dass mein Spanisch zunehmend besser wird und ich immer unbeschwerter und ohne viel zu Denken spreche. Enorm fällt mir das zum Beispiel in Hinblick auf die Zeitenbildung, speziell im Indefinido, auf. Als ich um ziemlich genau 00:00 Uhr wieder zu Hause eintraf, habe ich noch meinen Blog gefüllt und ging anschließend bald schlafen, da ich morgen eher früh aufstehen möchte. Mal sehen, ob ich meine Pläne diesbezüglich einhalten kann.
Na dann, Kopf hoch! Lange ist es nicht mehr hin bis ich meine schöne Heimat wieder vor der warmen Haustüre habe und dann bringt mich, vermute ich mal, auch nichts so schnell wieder weg. Zum Wohl, Tirol!

4 Kommentare:
Hey Ben,
Zum Trost, bei uns ist es auch kalt =)
Tipp: Viel Essen und viel Schlafen und Sport. Das hilft mir jedenfalls immer!
lg paul
... oder nur viel essen und viel schlafen ... hilft auch :D
lG, Rag
Hola Ben!
MW hilft auch ein wenig!
Hasta luego pero muchacho
LG M und F
hey leute ... vielen, lieben Dank für die ganzen guten Ratschläge ... die werd ich gleich alle gleichzeitig anweden dann kanns ja nur gut gehen *hehe*
grüße in die Heimat,
Ben
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