Da die Erfahrungen des gestrigen Tages gezeigt haben, dass sich zu früh aufstehen nicht viel bringt, da ich dann dafür unterm Tage einige Stunden verschlafe, stand ich heute etwas später auf und saß gegen 11:00 Uhr am Schreibtisch. Der Tagesablauf gestaltete sich dann ganz ähnlich wie der gestrige – mit der Ausnahme, dass ich nicht mehr im gemütlichen Armsessel lernte und somit auch nicht mehr dabei einschlief. Am Nachmittag machte ich dann eine größere Pause, welche ich zum Kochen und Waschen meiner Wäsche nutzte. Danach saß ich wiederholt ein, zwei Stunden am Schreibtisch und startete nebenbei das Systemupdate auf Ubuntu 8.10. Auf welch blöde Ideen kommt man, wenn man sich langweilt! Paul hatte mir vor einiger Zeit schon empfohlen diese Update zu tätigen, da es sich angeblich lohnen würde. Bisher traute ich mich nicht, da ich in der Vergangenheit bereits schlechte Erfahrungen mit derartigen Updates gemacht hatte, und ich keine Lust auf ein abgeschossenes System unterm Semester hatte. Immerhin habe ich hier keinen Zweitrechner. Naja, da die wichtigsten Zusammenfassungen geschrieben sind, dachte ich mir, was soll's, probieren wir's! Während mehr als 1200 neue Pakete heruntergeladen wurden, spazierte ich ins Fitnessstudio.
Wieder zu Hause angekommen öffnete ich die Tür des Wohnzimmers und mir schlug der unverwechselbare Geruch eines allgemein bekannten, rauchbaren „Genussmittels“ entgegen. Irgendwo hinter der Wolke, die sich im ganzen Wohnzimmer ausgebreitet hatte, konnte ich die beiden Franzosen Janique und Antonie an ihren Joints ziehen sehen. Nachdem ich die Tür zu meinem Zimmer gefunden hatte, stellte ich fest, dass der Download fast fertig war und ich konnte damit beginnen die Pakete installieren zu lassen. Nach ungefähr 5 Minuten des fleißigen Installierens brach der Update Assistent plötzlich ab, ohne Fehlermeldung. Es schien, als hätte ich das Update nie gestartet ... zurück blieb nur ein zerstückeltes, nicht wirklich funktionsfähiges System. Ich konnte den Updateprozess zwar wieder starten, war mir aber bis zum letzten Moment unsicher, ob nun alles richtig konfiguriert und installiert werden würde. So ein Update dauert ja erfahrungsgemäß einige Stunden und so konnte ich bevor wir tapieren gingen gerade noch feststellen, dass soweit alles funktionierte, zum Ausprobieren blieb jedoch keine Zeit mehr. Dazu morgen mehr.
Da Pepe El Pesaor, eine der besten Tapas-Bars in Granada, noch nicht kannte, zogen wir heute zu sechst – Pepe, Janique, Antonie, Marita, Arturo und ich – los um diese Bar aufzusuchen. Nachher besuchten wir eine neue Bar namens Archi's, da uns der DJ diese Bar, ein Deutscher namens Matthias, der auch im Pesaor war, einen Gutschein für kostenlose Chupitos zu jedem Getränk ausstellte. Anschließend waren wir wieder im Van Gogh ... ich glaube Pepe hat sich in diese Bar verliebt, da die Musik, die dort aufgelegt wird, zu 100% seinen Geschmack trifft. Wie auch schon gestern beließ ich es dann dabei und seilte mich wiederum ab um den morgigen Tag zum Lernen nutzen zu können. Der Rest wanderte wieder ins Vogue.
Beim Fleisch Grillen im Pesaor.
Die gut gelaunte Runde im Van Gogh.
Ein Foto mit Janique – Pepes verrückter, aber sympathischer, französischer Mitbewohner des letzten Jahres.
Pepe und ein Freund namens Antonio aus Arahal.

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