Heute wollte ich am Nachmittag eigentlich etwas arbeiten und habe mir deshalb den Wecker auf 12:00 Uhr gestellt. Nach mehrmaligem Snoozen bin ich dann auch aufgestanden und saß um kurz nach 13:00 Uhr vorm Rechner. Unweigerlich zog mich mein Blog wieder in seinen Bann und ich verbrachte lange Zeit damit die Einträge der letzten Tage nachzuschreiben und diese zu posten. So fiel das Arbeiten leider flach.
Um kurz vor 17:00 Uhr traf ich mich mit Jose im Camino de Ronda, da wir für heute vereinbart hatte uns schon vor der eigentlichen Übung zusammenzusetzen um bereits etwas an der Implementierung unserer Projekts weiterzuarbeiten und er mir anbot mich auf seinem Moped mitzunehmen. Als wir abfahren wollten, sprang Joses Moped nicht mehr an. Die Ironie an der Sache lag zudem noch darin begründet, dass Jose gerade aus der Werkstatt kam, da sein Moped bereits vor einigen Tagen den Geist aufgegeben hatte. Nach einigen weiteren verzweifelten Versuchen blieb uns nichts anderes als das Moped stehen zu lassen und mit dem Bus an die ETSIIT zu fahren.
Endlich angekommen wollte Jose sich sofort um die Sache mit seinem Moped kümmern und suchte die Kontaktdaten der zuständigen Werkstatt im Internet – leider ohne Erfolg. Anschließend, wie immer, machte die Technik wieder leichte Probleme und bis wir wirklich zum Arbeiten kamen, hatten wir bereits eine Stunde unserer geplanten Zeit verloren. Nichtsdestotrotz nutzten wir die verbleibende Zeit bis zur Übung und auch in der Übung konnten wir zum Glück ungestört weiterarbeiten. So schafften wir heute wieder einiges, aber dennoch bleiben viele offene Aufgaben. Dazu werden wir uns am Freitag Vormittag bei mir zu Hause – nicht mehr in der eiskalten Facultad de Ciencias – treffen um weiterzuarbeiten.
Wieder zu Hause angelangt skypte ich mit Nadja und wollte anschließend noch etwas arbeiten. Da traf mich fast der Schlag: Meine Zusammenfassung aus „ofimática“ war nicht mehr da, die Datei schien verschwunden! Stundenlange Arbeit verloren? Ich hatte bereits einen grausamen Verdacht. Ich hatte den gesamten ofimática Ordner vor kurzem auf einen USB Stick verschoben und beim zurückkopieren trat angeblich ein Fehler auf. Ich dachte mir jedoch nichts weiter, da ich es nochmal versuchte, die Größe des Ordner überprüfte und alles in Ordnung zu sein schien. Dem war aber nicht so. Als wäre das nicht schon genug verklickte ich mich aus irgendeinem Grund und plötzlich verschwand der gesamte ofimática Ordner!!! Ich verstand die Welt der Informatik nicht mehr. Nervös lief ich im Zimmer auf und ab und zerbrach mir den Kopf darüber wo ich denn diese Datei haben könnte oder wo zum Teufel diese Ordner hinverschwunden sein könnte. Nachdem der erste Schock überwunden war und ich wieder klar denken konnte, begann ich im Internet zu suchen und befasste mich zum ersten Mal ernsthaft mit Datenwiederherstellungsprogrammen. Welch genial langes Wort! Typisch Deutsch! :-) Ich wurde auch fündig, arbeitete mich schnell in die Syntax ein – natürlich handelte es sich um eine reine Konsolenanwendung namens „Magic Rescue“ – und startete den ersten Suchvorgang. Ich hatte zuvor noch nie mit derartiger Software gearbeitet und war total überrascht, dass diese Programm tatsächlich etwas tat und sich der Output Ordner langsam mit unterschiedlichstem Müll an Daten füllte. Ich konnte es kaum glauben: Zwischen dem ganzen Müll fand ich tatsächliche meine stiften gegangen Datei!!! Nun blieb „nur“ noch das Problem des komplett verschwundenen Ordners. Richtig wichtig war eigentlich nur eine Datei: Und zwar die bereits erledigte Übung, welche ich für die Prueba in der nächsten Woche unbedingt brauchte. Ich spielte mich weiterhin mit dem Programm „Magic Rescue“, versuchte es auch mit anderen Alternativen, aber wurde nicht wirklich fündig. Ich überlegte noch einmal vollkommen logisch und kam zu dem Schluss, dass ich den Ordner nicht einfach so gelöscht haben konnte. Ohne Bestätigungsmeldung, einfach nur verklickt, das kann doch nicht wahr sein! So gab ich auf der Konsole ein einfaches Suchkommando nach einem bekannten Dateinamen aus diesem Ordner ein und siehe da: Der gesamte Ordner war lediglich verschoben worden. Jedoch an einen Ort, an dem ich in meinem ganzen Leben nicht zu suchen angefangen hätte. Wie das vor sich ging, werde ich mir nie erklären können, ich bin nur froh all meine Daten in der aktuellen Version wieder zu haben. Die Lektion aus dieser aufregenden Nachtschicht, der ganze Spass beschäftigte mich so circa von 00:00 bis 02:30 Uhr, liegt auf der Hand: Ich werde mich nun gewiss wieder regelmäßiger um ein Backup meiner Daten kümmern ...

7 Kommentare:
Hola Ben!
Da hast du ja noch mal Glück gehabt! Also, in Zukunft schön sichern!
PS: Habe heute Mittag deine Mum getroffen und ein kleines Schwätzchen gemacht.
Saludos
M und F
Achja, habt's euch beim Kaufpark troffen? Und was spricht sie denn die gestresste Frau Kolp? *LoL*
Saludos,
Ben
Nein, habe sie im Postamt getroffen. Haben über dies und das und natürlich über unseren grandiosen und tollen Urlaub bei dir in Granda und über die etwas stressige Rückreise geredet und, dass ich mich bei ihr melde, wenn ich den Ausweis abhole.
Saludos
Franz
Apropos - Die Karikaturen aus dem Voules Bouz sind hervorragend. Die wirst du doch sicher einrahmen lassen? Oder?
Nochmals Saludos
Franz
auf jeden fall! und dann in der eigenen wohnung übers gemeinsame bett hängen *hehehe*
nana, aber einrahmen lass i des sicher ja ... muss nur schauen, wie i des sicher nach hause bring ... glab es is am gscheidesten wenn is zammroll und in da hand mitnimm und dahoam rahm ... oder da rahmen und irgendwie sicher im koffer verstauen ... mal schauen
na dann, machts es guat daweil,
ben
WOW...cool, dass du wieder alles herkriegt hast...(hast des mit locate und regExpression gsucht?)
also die gelöschten daten hab ich mit dem programm magicrescue und seinen parametern gesucht, des is weniger aufwändig wie es klingt. ja und den anderen ordner hab i dann anhand von locate wieder gfunden, richtig. aber nix mit regExp, war nicht notwendig :o)
jetzt wo alles gut ausgegangen ist, bin ich froh um die neue erfahrung und das dadurch erworbene wissen ... aber auf den schock hätte ich verzichten können.
halt die ohren steif,
ben
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