Während den Weihnachtsferien genehmigten wir es uns keine einzige Code-Zeile für die Übung aus „ingeniería del software“ zu schreiben. Da wir die letzte Übung, also die Implementierung unseres geplanten Projekts, spätestens am 24.01.09 abgeben müssen, traf ich mich heute Morgen mit Jose bereits um 09:30 Uhr in der Facultad de Ciencias. Gleich vorweggenommen: Ich bin mir sicher, dass dies das letzte Mal gewesen sein wird, dass wir uns dort getroffen haben, da in den frei zugänglichen Bereichen eine unausstehliche Kälte herrschte. Auch noch mit unseren Jacken, Schals und, wenn wir nicht tippen hätten müssen, mit Handschuhen froren wir. Um Zugriff zum Server der ETSIIT zu bekommen installierten wir zuerst ewig herum – wir nutzten meinen Laptop und ich hatte diesen Zugang noch nicht eingerichtet – und versuchten es verzweifelt mit Linux und Windows bis wir schließlich nach einer Stunde des sinnlosen Werkelns eine Lösung unter Linux – eh klar – fanden. Als wir endlich beginnen konnten zu arbeiten, kamen wir eigentlich recht gut voran und schafften schon ein sehr gutes Grundgerüst, so dass ich mir vorstellen kann, in weiteren 3-4 Stunden unseren Teil dieser Übung abzuschließen.
Im Anschluss genoss ich ein geniales Mittagessen, Pasta und eine schmackhaften Hühnerkeule, im Comedor am Campus Fuente Nueva bevor ich von dort aus mit dem Bus auf den Campus Cartuja fuhr. In der Bibliothek machte ich mich wieder an meine Zusammenfassung für die Vorlesung aus „ofimática“. Man kann es kaum glauben: Um 15:30 Uhr war ich nach langer Zeit wieder einmal in der Vorlesung aus „informática de gestión“. Rein stofflich war diese Vorlesung weniger spannend, aber zumindest habe ich wieder einen guten Überblick darüber wo wir umgehen. :-p
Anschließend war ich wieder im Fitnessstudio, skypte dann noch mit Nadja und schrieb eine Unmenge an SMS um den heutigen Abend zu organisieren.
Im Endeffekt ergab es sich, dass Daniel und Sean mit 4 anderen Freunden aus Norwegen und Holland bei mir zu Hause auftauchten. Weiters kam auch noch Dominika und Iva. Ursprünglich hätten wir eine sehr spanische Zeit vereinbart, sprich um 23:30 Uhr, aber natürlich wurde es, wie bereits gewohnt, noch weitaus spanischer und so kamen die ersten Gäste erst kurz nach 00:00 Uhr an und da Daniel gleich 4 unerwartete Gäste mitbrachte, war die Bude mit den ersten Gästen auch schon ziemlich voll. Die Zeit davor konnte ich noch gut nutzen um die Wohnung aufzuräumen, noch etwas für die Universität zu erledigen und meinen Blog zu füllen.
Wir amüsierten uns köstlich und ließen es uns bei Bier, Ron und Wein an nichts fehlen. Gegen 02:00 Uhr brachen wir auf um auszugehen. Einige hätte es in die Disco Metro gezogen, aber schließlich landeten wir in der Bar „Perra Gorda“, in welcher auch ich noch nie war. Ich muss jedoch sagen, dass mir dieser Tipp von Sean – na von wem sonst? – sehr gut gefallen hat. Jarras, also ein halb-litriger Bierkrug, um € 2,00 lässt sich wohl sehr gut sehen. Die Musik in dieser Bar ist eher rockig, also nichts um gemütlich zusammenzusitzen und zu plaudern, pero bueno, das hatten wir auch nicht vor. Gegen Ende des Abends brach dann bereits ein guter Teil weg und im Endeffekt blieben nur noch Sean, Daniel und ich. Wir entschieden uns nochmals meine Wohnung aufzusuchen, da uns immer noch etwas Ron geblieben war, welcher noch getrunken werden wollte. Der Verlockung einer Negrita – um keine Unruhe zu stiften: das ist lediglich der Name des besagten Ron – ist eben nicht so leicht zu widerstehen. Als dann auch die letzte Flasche Ron geleert war beschlossen wir diesen amüsanten und ausgiebigen Abend zu einer wiederum sehr spanischen Zeit, sprich gegen 09:30 Uhr morgens, endgültig ausklingen zu lassen.
Sean mit seinem unnachahmbaren Grinser und Daniel Córdoba, der noch nie in Córdoba war.
Iva – wohl die verrückteste, aber auch sympathischste Schweizerin in ganz Granada.
Die heitere Partyrunde von links: Iva, ein Typ aus Neuseeland, Karsten, ich, Maria, Daniel und Sean.

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