Wie ich bereits anklingen habe lassen, habe ich mir für diese letzte Vorlesungswoche einen recht intensiven Arbeitsplan geschnürt, der für heute vorsah bereits um 08:00 Uhr an meiner Zusammenfassung für „ofimática“ weiterzuarbeiten. Mit Widerwillen, aber doch mit Erfolg schaffte ich es mich um kurz nach 07:00 Uhr aus dem Bett zu schleppen um meine Pläne in die Tat umzusetzen. So schaffte ich es tatsächlich quasi den gesamten Vormittag produktiv zu arbeiten ... wenn man damit wieder einmal anfängt, ist es gar nicht so schwer ... aber das Anfangen ... nun ja.
Gegen 11:00 Uhr ging ich dann gemütlich zur Bushaltestelle um auf die ETSIIT zu fahren, da ich dort um 12:00 Uhr die letzte Prueba aus „ofimática“ hatte. Diesmal konnte ich leider „nur“ 90% der erreichbaren Punkte einholen :o), dennoch habe ich somit im Gesamten von 4 Punkten 3,92 erreicht. Das spanische Notensystem reicht von 1 – 10, wobei man ab 5 bestanden hat. D.h., dass ich jetzt in der Klausur, welche maximal 4 Punkte bringt, noch 1,08 Punkte erreichen muss. Ich denke das sollte machbar sein.
Die Übung dauert normalerweise 2 Stunden, nur daher heute die letzte Prueba anstand und keine weiteren folgen, war ich natürlich sobald ich dieses Mini-Examen absolviert hatte schon wieder auf dem Weg zum Campus Cartuja. Dort pflanzte ich mich in die Bibliothek und resümierte den Stoff der gestrigen Vorlesung „comportamiento del consumidor“, bevor ich in die entsprechende Vorlesung des heutigen Tages ging. Und nach 2 Stunden war es geschafft: Unzählige Wochen, zumindest kam es mir so vor, hatte ich mich jeden Montag und Dienstag von 15:30 – 17:30 Uhr in diese Vorlesung gesetzt und hochkonzentriert versucht mitzudenken – meistens jedenfalls. Wie ich jedoch gestern schon erwähnt hatte ... ich bin überhaupt nicht böse, dass diese Vorlesung mit heute ihr Ende gefunden hat. Jetzt darf man nur noch auf die Prüfung am 05.02 gespannt sein ...
Eine Stunde später hatten wir die zweite Praxisklausur aus der Vorlesung „informática de gestión“. Natürlich hatte ich auf diese Klausur so gut wie nichts gelernt, lediglich war es mir wert die Anleitungen zu den Übungen eine viertel Stunde durchzublättern, und diese Entscheidung bereue ich auch nach der Klausur nicht. Im Grunde genommen waren die gestellten Aufgaben in keinster Weise schwierig, aber an so machen stellen hat es einfach „gefuxt“, wie man so schön sagt. Zudem hatte ich mir anfangs sehr viel Zeit gelassen und bin die Sache äußerst ruhig angegangen, wodurch ich zum Schluss fast ein Zeitproblem bekommen hätte. Aber eben nur fast. :o)
Nach bereits über 12 Stunden aktivem Wachsein, 2 Klausuren und einer Vorlesung schaffte ich es im Anschluss mich irgendwie ins Fitnessstudio zu schleppen um dort auch noch recht gut zu trainieren. Als ich schließlich gegen 22:00 Uhr zu Hause ankam, skypte ich mit Nadja und natürlich unterhielten wir uns wieder über unsere zukünftige Wohnung. Nadja hatte sich heute spontan eine weiteres Objekt angesehen, welches jedoch aus diversen Unzulänglichkeiten (keine Küche, riesiges Wohnzimmer aber kein Schlafzimmer, usw.) und aufgrund sehr hoher Mietkosten nicht in Frage kommt. Im Gegensatz dazu haben Mum und Dad in der Zeitung eine äußerst interessant klingende Annonce gefunden, welche natürlich noch nicht alles über die angebotenen Wohnung preisgibt aber schon viel verspricht. 82 m² um nicht ganz 500 €, dazu noch die Betriebskosten ... dann wären wir bei grob geschätzt 550 €. Das ließe sich vermutlich irgendwie machen. Nadja wird dort morgen anrufen und ich bin schon äußerst gespannt darauf, was sich diesbezüglich ergibt.
Da ich heute eigentlich noch nicht wirklich gegessen hatte, eine Schüssel Cornflakes in der Früh und zwei Tostadas de Tomate unterm Tag, beschlossen wir noch zu tapieren. So machte ich mich mit David und Geri auf den Weg in die Tapas Bar Poderio, anschließend noch in die Bocadillería Segovia und zum Schluss, Geri war zu diesem Zeitpunkt schon weggebrochen, ein letztes Gläschen im Voulez Vous.
Im Bett las ich mir noch ein wenige meine Zusammenfassung der Vorlesung „ingeniería del software“ durch um dann gegen 02:00 Uhr diesen anstrengenden, aber erfolgreichen 19 Stunden Tag zu beenden.

2 Kommentare:
Hola Ben,
sin dificultad alguna.
Die paar Pünktchen machst du doch nebenbei in einer Bar so wie ich dich kenn.
Saludos,
Dad
jeje, da hat wohl wieder jemand das spanisch wörterbuch ausgepackt. na also, wenn du das sagst, Dad, dann hab ich auch überhaupt keine bedenken! :o)
saludos,
Ben
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