Sonntag, 4. Jänner 2009

Mercadillo und Albayzín, 04.01.09

Nach längerem hin und her und gründlichem Überlegen sind wir heute, in Anbetracht des gestrigen Abends, doch eher früh aufgestanden um den Mercadillo am Busbahnhof zu besuchen. Zuerst waren wir uns sehr unschlüssig, da ich mir nicht einmal sicher war, ob dieser Markt zu dieser Jahreszeit noch stattfindet. Nachdem wir dort ankamen und feststellten, dass bereits alle Stände aufgebaut und die Marktschreier bereits ungezügelt ihrer Arbeit nachgingen, waren alle Zweifel beseitigt und das frühe Aufstehen hatte sich voll ausgezahlt. Nadja kaufte sich eine schicke, violette Jacke und zwei weitere modische Kleider. Ich schlug diesmal bei den gebrannten Filmen zu, welche von Schwarzen an allen Ecken verkauft werden – einfach nur um im Besitz spanischsprachiger Filme zu sein, welche mir zu Hause beim Aufrechterhalten meines Spanisch helfen sollen. Und bei einem Preis von € 1.- pro Film, darunter Filme wie der neue James Bond oder Australia, kann man sich auch nicht beklagen! Bei einem derartigen Einkauf durfte natürlich auch ein wenig Schmuck, kleine Präsente für die Daheimgebliebenen und köstliches, spanisches Obst nicht fehlen.


Geschäftiges Markttreiben: Viel Leute, viele Ständchen und noch mehr Waren unterschiedlichster Arten.


Gebrannte DVDs, welche auch in der Stadt an allen Ecken von Schwarzen zu Spottpreisen verkauft werden.


Die Qual der Wahl: Meine kleine Wühlmaus beim Schuhe kramen.

Im Bus fuhren wir wieder nach Hause um unsere Einkäufe abzulegen und zu essen. Heute gab es eine etwas schnellere Küche: Perritos Calientes oder, wie man es auch in Österreich und sonst auf der ganzen Welt verstehen würde, Hot Dogs. Nach dem Mittagessen ging es sofort wieder los ins Alabayzín, einem weiteren Fixpunkt im Programm eines jeden Besuchs in Granada. Gemütlich spazierten wir durch dieses schöne arabische Stadtviertel, hinauf bis zum Mirador San Nicolas und genossen dort die schöne Aussicht auf die Alhambra. Danach besuchten wir die Tetería „Abaco Té“, von der aus man einen genialen Ausblick über die ganze Stadt hat. Bei einer enormen Auswahl an diversen Teesorten – schon interessant aus was man alles Tee machen kann – und einem köstlichen Crepe verbrachten wir in romantischem Ambiente eine schöne Zeit in dieser Tetería. Am Heimweg durchstöberten wir noch ein wenig die netten arabischen Geschäftchen. Nadja bekam ein schickes Armband und ich eine niedliche Minitrommel im afrikanischen Stil.

Die wenigen verbleibenden Abendstunden nutze ich um mein Tagebuch zu schreiben und dann bald schlafen zu gehen, da wir für morgen eine Exkursion nach Córdoba geplant haben, für die wir bereits um 05:45 Uhr aufstehen sollten. In diesem Sinne, gute Nacht!

6 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Der Mercadillo war sicher cool. Was sagt eigentlich die span. Polizei zu dem regen DVD-Handel? =)

Ben hat gesagt…

Hehehe, naja das habe ich mich auch schon öfter gefragt und prinzipiell, so weit ich weiß, ist der Spass auch verboten. Meistens liegen die Filme auf einer Decke, wie man es auch auf dem Foto sieht, über welche diagonal zwei Seile gespannt sind um diese so schnell wie möglich hochzureissen und, im Fall der Fälle, weglaufen zu können. Nur, speziell bei diesem Markt, steht die Polizei sogar am Ende des Markts und sperrt die Straßen ab ... also so wie es aussieht wird das mit dem Zudrücken aller Augen aller Polizeibeamten von Granada schon irgendwie gehen :-p

Saludos,
Ben

Anonym hat gesagt…

In Spanien is der Plagiat-Handel a echtes Problem, da hauptsächlich vom nahe gelegenen Afrika Schiffe mit illegal geklauter Ware eintreffen ...

Die meist schwarzen und illegal eingereisten Straßenhändler (mit DVDs, Gucci-Plagiaten und anderen Fake-Marken) in der Stadt heuern sich auch oft Obdachlose an, damit die Schmiere stehen und vor Polizei warnen. Wird auf dem Markt auch so sein, nimma i an.

Es is ziemlich unkontrollierbar und i nimm an, um die Stadt "sauber" zu halten wird auf solchen Märkten des illegale Geschäft gewissermaßen erlaubt. Dann hat ma alle auf einen Haufen.

Ben hat gesagt…

na da hamma wieder was gelernt :-)

Anonym hat gesagt…

Hola Ben,
des woast oba scho, dass du als Käufer solcher Produkte schneller ins Visier der Behörden geraten könntest, als du denkst. Die spanische Polizei lässt die Afrikaner vieleicht in Ruhe, aber wenn dein Koffer am Flughafen zufällig kontrolliert worden wär (zwar eher unwahrscheinlich aber doch möglich), dann geht das Theater los. Tatsache ist, dass die Afrikaner in Ruhe gelassen werden weil sowieso nichts von denen zu holen ist. Bei uns kann man sich aber dann dafür bedienen und alleine das Theater mit der ganzen Sache ist es schon nicht wert. Produktpiraterie ist in den Augen der Wirtschaft kein Kavaliersdelikt.

Saludos,
Dad

Anonym hat gesagt…

Naja, vielleicht drücken's ja die Augen zu, weil sie selber gerne ein paar tolle DVDs schauen =)

lg paul

PS:Piraten gibt's in Somalia! Produktfälscher überall *g*