Dienstag, 6. Jänner 2009

Der Abschied fällt schwer ... , 06.01.09

Der gestrige Tag war mit dem Ausflug nach Córdoba und der anschließenden Tapas und Cocktail Runde doch eher anstrengend und so schliefen wir uns heute so lange wie nur möglich aus, das heißt bis 12:00 Uhr. Da Nadja bereits um 17:55 Uhr ihren Flug haben sollte, konnten wir es uns nicht leisten viel länger zu schlafen. Nach dem Aufstehen begannen wir sofort zu packen. Auch ich suchte einige Sachen zusammen, welche ich bereits nicht mehr brauchen werde und somit Nadja mitgeben konnte um Gewicht für mein Gepäck im Februar zu sparen.

Nachdem wir uns ein schnelles Essen gezaubert und uns geduscht hatten, waren wir auch schon am Weg zum Parque Triunfo um den Bus um 15:00 Uhr zu erreichen. So kamen wir kurz vor 16:00 Uhr am Flughafen Federico García Lorca Granada-Jaén an. Bei unserer Ankunft am Flughafen schien alles in Ordnung zu sein, jedoch kurz bevor Nadja durch die Sicherheitskontrolle gehen wollte, sahen wir, dass ihr Abflug verspätet sein würde. Die Dame am Informationsschalter versicherte uns zwar, dass es keine Probleme mit dem Umstieg in Madrid geben würde, aber ein unsicheres Gefühl hat man dennoch. Zu diesem Zeitpunkt konnten wir ohnehin nichts daran ändern und ich verabschiedete Nadja am Eingang zur Sicherheitskontrolle.

Als ich wieder alleine war und auf den Bus wartete, der mich wieder ins Zentrum bringen würde, kamen mir tausenden Gedanken und ich fühlte mich eher schlecht als recht. Ich musste immerhin noch eine gute Stunde warten bis der Bus endlich abfuhr und das bescherte mir viel Zeit zum Nachdenken. Am 31.12, als ich Nadja vom Flughafen abholte, war alles irgendwie ein bisschen komisch. Immerhin haben wir uns fast 4 Monate nicht gesehen und plötzlich war sie wieder da, plötzlich tauchte Nadja in einem Teil meines Lebens auf, zu dem sie bisweilen nicht gehört hatte. Ich bin nur froh, dass ich mit Nadja noch über dieses eigenartige Gefühl gesprochen habe und herausfand, dass sie sich ähnlich eigenartig fühlte. Diese unangenehme Aura hielt jedoch glücklicherweise nur wenige Stunden an und wir verbrachten eine geniale Woche hier in Granada. Alleine die Tatsache, dass ich Nadja sofort nach dem wir uns verabschiedet hatten, wieder vermisste, ist ein eindeutiges Zeichen für wahre Liebe. Bereits vor meiner Abreise nach Spanien hegte ich den Gedanken, dass, sollten wir dieses halbe Jahr überstehen – woran ich nie zweifelte – uns nichts mehr so schnell trennen kann. Jetzt ist es jedoch umso schöner zu sehen, dass dieser Gedanken Wirklichkeit geworden ist. Uns bleibt jetzt nur mehr ein gutes Monat, das sollte wohl ein Leichtes sein, wenn man bedenkt, dass wir bereits 4 Monate ohne den jeweils Anderen hinter uns gebracht haben. Danach sollte unseren Auszugsplänen in eine gemeinsame Wohnung nichts mehr im Wege stehen!

Immer wenn ich schlecht gelaunt bin oder mich die Gedanken an die Heimat oder meine Liebsten quälen, hilft es mir ungemein heimischen Klängen zu lauschen. So hörte ich auch heute Abend Ambros und Danzer und schrieb meinen Blog. Immerhin gab es einiges aufzuholen. Um die nostalgischen Gefühle noch ein wenig zu kompensieren bereitete ich mir eine Tiroler Brettljausn, da mir Nadja Speck und Landjäger aus der Heimat mitgebracht hatte. Beim Schneiden der Landjäger fiel mir sofort die Form der Scheiben auf und rein intuitiv entstand folgendes Bild am Jausenbrett.


Nadja, ich liebe dich! :o)

Da mir die Unsicherheit um Nadjas Ankunft in München keine Ruhe ließ, suchte ich zuerst Infos zu den Flügen auf den Seiten der diversen Flughäfen, wurde jedoch nicht wirklich fündig. Mein letztes Handy Guthaben verwendete ich dann darauf um Dad anzurufen, da ich wusste, dass dieser Nadja am Flughafen abholen würde. Ich erwischte ihn gerade optimal, da er Nadja bereits in der Gepäckausgabe gesehen hatte und noch auf sie wartete. So hatte ich zumindest die Gewissheit, dass meine Liebste mit circa 40 Minuten Verspätung, aber immerhin gut, in München angekommen war. Später erfuhr ich dann noch, dass Nadjas Gepäck und auch das der meistern anderen Passagiere aus Granada verschwunden war. Vermutlich gab es, aufgrund des aktuellen Durcheinanders am Madrider Flughafen (Streiks, Krankheitsfälle, usw.), wohl Probleme beim Umladen des Gepäcks. Angeblich sollte dies jedoch kein Problem sein und sobald das Gepäck in München ankommt, wird es Nadja direkt nach Hause nachgeliefert.

So weit, so gut! Dann werde ich mich jetzt doch ins Bett legen, da ich morgen eher früher aufstehen möchte um wieder den Einstieg in die Arbeit für die Universität zu finden. Mal sehen wie gut mir das gelingt.

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

wow cool des foto ...
... eatable love art (:


i drück die daumen, dass des mitn Gepäck gut klappt! die deppaten spanier mit ihre streiks immer ... *augenverdreh*