Samstag, 31. Jänner 2009

Pause, 31.01.09

Der heutige Tag war eigentlich recht ereignislos oder um es positiver auszudrücken: Ich habe ihn genutzt um mal wieder eine Pause einzulegen. So habe ich mich bis nach 12:00 Uhr ausgeschlafen bevor ich wiederum zu lernen begonnen habe. Im Laufe des Nachmittags wollte ich dann mit Nadja skypen, das erste Mal nach diesem sinnlosen Systemupdate. Wie es der Teufel so will, funktionierte natürlich das Mikrofon nicht und ich ärgerte mich eine gute Viertelstunde damit herum bis ich dann schließlich aufgab – ich wollte Nadja ja nicht ewig warten lassen – und ins Windows wechselte. Oh mein Gott, welch Rückschritt! Ich hoffe dieses Problem bald lösen zu können, da es weniger nett ist immer das Betriebssystem wechseln zu müssen, wenn man skypen will.

Auch wenn ich mich recht gut ausgeschlafen hatte, war ich heute entsprechend müde und obgleich heute Samstag war und Pepe, Yannick und Anthony schon wieder am Weg in die nächste Tapas Bar waren, hisste ich die weiße Flagge und lag bereits vor 22:00 Uhr im Bett. Eigenartigerweise schlief ich nur bis 01:00 Uhr durch, was vermutlich auch durch die Tatsache, dass sich in unserem Wohnzimmer wieder einmal die Post abspielte, begünstigt wurde. Da ich beim besten Willen nicht wieder einschlafen hätte können – plötzlich war ich komischerweise putzmunter – begann ich etwas zu lernen und danach noch zu lesen. Gegen 04:30 Uhr konnte ich dann endlich wieder einschlafen.

Freitag, 30. Jänner 2009

Die zweite Klausur an der UGR, 30.01.09

Auch wenn ich die für heute angesetzte Klausur aus „ofimática“ erst am Nachmittag um 17:00 Uhr hatte, bin ich dennoch um 11:00 Uhr aufgestanden um den Stoff noch einmal zu überfliegen und weiterhin für die Klausur am kommenden Donnerstag aus der Vorlesung „comportamiento del consumidor“ zu lernen.

Nebenbei spielte ich mich ein wenig mit meinem aktualisierten System und stellte fest, dass es wohl keine wirklich gute Idee war dieses Update durchzuziehen. Mit der Version 8.10 für Kubuntu kam auch die neue Version 4.1 der Benutzerobefläche KDE mit und leider erinnert diese erschreckend an Windows Vista. Alles ist irgendwie sinnlos animiert und lenkt dadurch mehr vom effizienten Arbeiten ab, als dass es diese Prozess unterstützen würde. Nachdem ich eine Weile versuchte diese Oberfläche an meine Bedürfnisse anzupassen, wurde mir von Minute zu Minute klar, dass ich Kubuntu 8.04 zurück wollte. Aber gut, da ich weder die Mittel noch die Zeit zur Verfügung habe um das System in seinen Urzustand zurückzusetzen, lud ich mir die Obefläche Gnome herunter um zu sehen ob man mit dieser besser arbeiten kann. Besser ja, aber immer noch nicht sehr zufriedenstellend. Da werde ich wohl oder übel die nächsten Tage noch einiges an Zeit und Nerven investieren müssen um mir das System wieder so zurechtzulegen, dass ich damit arbeiten kann.

Eine Stunde vor Prüfungsbeginn trat ich meine letzte Busfahrt an die ETSIIT an. Insgesamt hatten wir eine Stunde Zeit um 6 Fragen zu beantworten. Ich war eigentlich recht gut vorbereitet und konnte soweit alles recht anständig beantworten. Miguel meinte, dass wir bereits in wenigen Stunden die Ergebnisse auf der Online Plattform finden würden. Aber gut, die Prüfung wurde auch nur von grob geschätzt 6 Leuten geschrieben – da hält sich der Korrekturaufwand in Grenzen.

Nach der vermutlich erfolgreich abgelegten Prüfung fuhr ich direkt ins Fitnessstudio und als ich zu Hause ankam – heute war das Wohnzimmer nur teilweise wolkenverhangen, da den beiden blöderweise der Stoff ausgegangen ist – fand ich tatsächlich bereits die Ergebnisse im Internet vor! Von 4 erreichbaren Punkten kam ich auf 3,2 – zusammen mit den Punkten der Übungen gibt das eine Gesamtnoten von 7,12 auf einer Skala von 10. Damit kann ich wohl recht zufrieden sein, wenn man bedenkt, dass ich 2 Punkte von vorne herein verschenkt habe, da ich die freiwillige Arbeit nicht geschrieben habe. Also eigentlich 7,12 von 8 erreichbaren Punkten – doch, ich bin zufrieden. Neben den Ergebnissen der heutigen Klausur fand ich ebenso die Ergebnisse der zweiten Klausur der Übung aus „informática de gestión“, welche wir bereits letzte Woche am Dienstag geschrieben hatten, auf der entsprechenden Plattform. Auch dort erreichte ich eine gute Note von 8 Punkte, alles zusammen, sprich die Note der ersten und zweiten Klausur dieser Übung und die laufende Beurteilung, ergeben sich 9,5 von 10 Punkten. Perfekt! :o)

So viele gute Nachrichten müssen natürlich gefeiert werden. Zuerst waren wir, Janique, Anotnie und ich, in einer mir bisweilen unbekannten Tapas Bar namens „El Reventaero“, in der uns sehr gute und große Tapas serviert wurden. Anschließend waren wir auf ein weiteres Bier mit Tapa in der Madroñera wo wir uns mit Jose, Antonio, Javi (ein weitere Freund von Pepe und Antonio aus Arahal) und Marita trafen. Nachdem wir genug von den spanischen Tapas hatten, stiegen wir auf Copas um und marschierte zu diesem Zweck in die Bar La Marisma. Zum ersten Mal ergab es sich, dass wir dort sogar einen Tisch ergattern konnten, da eine andere Runde gerade beim Aufbrechen war. Dort wuchs unsere Runde dann noch weiter, da wir auf Geri, Janos (eine Freund von Geri aus Griechenland), Zsolt, Dominika und Magda stießen. Nach einigen günstigen Jarras de cerveza (= 1,5 Liter Bierkrug) um je € 1,50 besuchten wir eine Bar mit äußerst kreativem Namen, den Playmobil Club. Die letzte Station dieses Abend bildete dann die Diskothek Sugarpop.


Das Traumpaar Jose und Dominika, die sich am heutigen Abend etwas näher kamen. :-p


Javi und Antonio aus Arahal.


Janos, Magda und Geri.


Ein, wie ich finde, total nettes Foto mit Marita und Janique.


So sehen richtige Ungarn aus: Geri und Zsolt.


Traurig aber wahr: Der nächste Ungar wird morgen die Heimreise antreten. So hatten wir heute die traurige Pflicht Geri im Zuge dieses Abends zu verabschieden. Ich bin jedoch froh Geri kennengelernt und mit ihm einen tollen Freund gewonnen zu haben. Ich freue mich bereits auf ein Wiedersehen im Mai, wenn ich David und Geri voraussichtlich besuchen werde. Immerhin findet am 16.05 die Sensation in Budapest statt! :o)

Donnerstag, 29. Jänner 2009

Systemupdate auf Ubuntu 8.10, 29.01.09

Da die Erfahrungen des gestrigen Tages gezeigt haben, dass sich zu früh aufstehen nicht viel bringt, da ich dann dafür unterm Tage einige Stunden verschlafe, stand ich heute etwas später auf und saß gegen 11:00 Uhr am Schreibtisch. Der Tagesablauf gestaltete sich dann ganz ähnlich wie der gestrige – mit der Ausnahme, dass ich nicht mehr im gemütlichen Armsessel lernte und somit auch nicht mehr dabei einschlief. Am Nachmittag machte ich dann eine größere Pause, welche ich zum Kochen und Waschen meiner Wäsche nutzte. Danach saß ich wiederholt ein, zwei Stunden am Schreibtisch und startete nebenbei das Systemupdate auf Ubuntu 8.10. Auf welch blöde Ideen kommt man, wenn man sich langweilt! Paul hatte mir vor einiger Zeit schon empfohlen diese Update zu tätigen, da es sich angeblich lohnen würde. Bisher traute ich mich nicht, da ich in der Vergangenheit bereits schlechte Erfahrungen mit derartigen Updates gemacht hatte, und ich keine Lust auf ein abgeschossenes System unterm Semester hatte. Immerhin habe ich hier keinen Zweitrechner. Naja, da die wichtigsten Zusammenfassungen geschrieben sind, dachte ich mir, was soll's, probieren wir's! Während mehr als 1200 neue Pakete heruntergeladen wurden, spazierte ich ins Fitnessstudio.

Wieder zu Hause angekommen öffnete ich die Tür des Wohnzimmers und mir schlug der unverwechselbare Geruch eines allgemein bekannten, rauchbaren „Genussmittels“ entgegen. Irgendwo hinter der Wolke, die sich im ganzen Wohnzimmer ausgebreitet hatte, konnte ich die beiden Franzosen Janique und Antonie an ihren Joints ziehen sehen. Nachdem ich die Tür zu meinem Zimmer gefunden hatte, stellte ich fest, dass der Download fast fertig war und ich konnte damit beginnen die Pakete installieren zu lassen. Nach ungefähr 5 Minuten des fleißigen Installierens brach der Update Assistent plötzlich ab, ohne Fehlermeldung. Es schien, als hätte ich das Update nie gestartet ... zurück blieb nur ein zerstückeltes, nicht wirklich funktionsfähiges System. Ich konnte den Updateprozess zwar wieder starten, war mir aber bis zum letzten Moment unsicher, ob nun alles richtig konfiguriert und installiert werden würde. So ein Update dauert ja erfahrungsgemäß einige Stunden und so konnte ich bevor wir tapieren gingen gerade noch feststellen, dass soweit alles funktionierte, zum Ausprobieren blieb jedoch keine Zeit mehr. Dazu morgen mehr.

Da Pepe El Pesaor, eine der besten Tapas-Bars in Granada, noch nicht kannte, zogen wir heute zu sechst – Pepe, Janique, Antonie, Marita, Arturo und ich – los um diese Bar aufzusuchen. Nachher besuchten wir eine neue Bar namens Archi's, da uns der DJ diese Bar, ein Deutscher namens Matthias, der auch im Pesaor war, einen Gutschein für kostenlose Chupitos zu jedem Getränk ausstellte. Anschließend waren wir wieder im Van Gogh ... ich glaube Pepe hat sich in diese Bar verliebt, da die Musik, die dort aufgelegt wird, zu 100% seinen Geschmack trifft. Wie auch schon gestern beließ ich es dann dabei und seilte mich wiederum ab um den morgigen Tag zum Lernen nutzen zu können. Der Rest wanderte wieder ins Vogue.


Beim Fleisch Grillen im Pesaor.


Die gut gelaunte Runde im Van Gogh.


Ein Foto mit Janique – Pepes verrückter, aber sympathischer, französischer Mitbewohner des letzten Jahres.


Pepe und ein Freund namens Antonio aus Arahal.

Mittwoch, 28. Jänner 2009

Lernen – Pause – Lernen – Pause – ..., 28.01.09

Auch wenn ich gestern erst um nach Mitternacht ins Bett kam, stellte ich mir den Wecker dennoch auf 07:00 Uhr und schaffte es dann auch gegen 08:00 Uhr aufzustehen. Dann habe ich gelernt, eine kleine Pause gemacht, wieder gelernt, nochmals eine Pause gemacht, und so weiter und so fort. Da mir vorkam, dass es weitaus feiner sei in dem gemütlichen Armsessel, der in Davids Zimmer steht, zu lernen, stellte ich mir diesen in mein Zimmer. Das war eine weniger gute Idee! Ich begann darin meine Zusammenfassung aus „ofimática“ durchzulesen und schon nach wenigen Minuten spürte ich wie ich immer müder und müder wurde um dann nach einer halben Stunden gnadenlos einzuschlafen. Eine Stunde darauf wachte ich wieder auf, konnte mich wieder weitaus konzentrierte meinem Skript aus „comportamiento del consumidor“ widmen und schlief nach einiger Zeit nochmals für zwei Stunden ein. Alles in Allem ein äußerst eigenartiger und demotivierter Nachmittag. Ich bin sehr froh, dass ich mich gegen Abends aufraffen konnte um ins Fitnessstudio zu gehen, da mich diese Tätigkeit heute erst richtig aktivierte. Zuvor hatte ich mich nicht einmal wirklich angezogen, sondern gammelte den ganzen Tag im Pyjama in der Wohnung herum, ohne zu wissen was sich draußen abspielt.

Nach dem Training setzte ich mich wiederholt an den Schreibtisch um dann gegen 23:00 Uhr mit Pepe, Janique und Antoine noch auf ein Feierabendbier ins Van Gogh zu gehen. Morgen heißt es wieder „Studieren!“. Deshalb habe ich mich, bevor die drei Partytiger in die Diskothek Vogue wechselten, abgeseilt und lag kurz darauf auch schon im Bett.



Na dann: Zum Wohl, Antonie!

Dienstag, 27. Jänner 2009

¡¡Adiós David!!, 27.01.09

Aufgrund des netten gestrigen Abends schlief ich mich heute erst einmal bis 14:00 Uhr aus. Danach hieß es auch schon bald Abschied nehmen. Ich stellte für David noch schnell eine DVD mit allen Fotos und Videos des Semesters zusammen und begleitete ihn auf 16:00 Uhr in die Gran Vía zur Bushaltestelle. Der Abschied fällt natürlich entsprechend schwer. Immerhin haben wir nun doch 5 Monate zusammen verbracht, haben in ein und der selben Wohnung gelebt, und fast jeden Tag gesehen, sind zusammen ausgegangen und hatten es immer lustig – einfach ein perfekter Wohnungspartner! Ich bin wirklich froh mit David ein derartiges Glück gehabt zu haben, denn ich denke nicht, dass es selbstverständlich ist, dass man mit seinem „compañero de piso“ im Auslandssemester automatisch so gut auskommen muss. Das vorerst letzte Foto von uns zwei schoss ich noch direkt bevor David in den Bus einstieg.


Nichtwissend was man in einem solchen Moment eigentlich noch alles sagen wollte, schrieb ich David zu Hause noch folgende Zeilen um mich bei ihm für alles zu bedanken:

¡Muchas gracias, por despertarme cuando yo me he quedado durmiendo!
¡Muchas gracias, por prepararme desayunos super-rápidos!
¡Muchas gracias, por cocinarme platos húngaros y comprarme pollos!
¡Muchas gracias, por enseñarme como se hace el entrenamiento más efectiva!
¡Muchas gracias, por todas las noches divertísimas que pudimos pasar juntos!
¡Muchas gracias, por mostrarme que se puede beber el Whiskey solo y que el Jameson es el mejor!
¡Muchas gracias, por enseñarme (un poco) húngaro!
¡Muchas gracias, que fuiste mi compañero de piso y sobre todo:
¡Muchísimas gracias, que eres mi amigo!

Tío, te echaré de menos mucho ...


Auch wenn ich David doch ein wenig darum beneide, dass er bereits die Heimreise antreten kann, versuchte ich mich nach diesem Abschied wieder in mein granadinischen Leben, welches ja auch nur mehr wenige Wochen andauern wird, zu versetzen und zu lernen. Dazwischen war natürlich alles andere, wie E-Mails schreiben und skypen, weitaus interessanter und so kam ich eher mäßig voran. Aber die Hauptsache war, dass ich voran kam. Ungeachtete dessen beschloss ich mich am Abend Pepe und seinem Besuch anzuhängen um noch gemütlich auf ein Bier zu gehen. Wir waren zuerst im Perro Andaluz, dann im Odeon und zu guter Letzt noch in der Chupitería 69. Angesichts der Tatsache, dass ich morgen wieder lernen sollte, beschlossen wir diesen netten Abend um circa 02:00 Uhr.

Montag, 26. Jänner 2009

Die erste Klausur an der UGR, 26.01.09

Heute war es soweit: Meine erste Klausur an der Universidad de Granada stand vor der Tür! Da diese aber nicht die einzige sein wird, stand ich heute wieder eher frühzeitig auf um die Zeit davor zum Lernen zu nutzen. Um kurz vor 16:00 Uhr fuhr ich dann auch schon auf die ETSIIT um pünktlich zur Klausur um 17:00 Uhr zu erscheinen. Die Professorin meinte ja schon immer, dass keine Theoriefragen zu den Folien kommen würden und die Klausur eher praktischer Natur sein würde. Ich konnte das irgendwie nicht ganz glauben und da ich mir meine Zusammenfassung bereits geschrieben hatte, lernte ich natürlich vorsichtshalber auch ein wenig die Folien. Außerdem hatte mir Jose eine Klausur aus dem letzten Jahr zukommen lassen, welche sehr wohl Theoriefragen enthielt. Aber gut: In der Tat schrieb ich heute meine erste rein praktische Klausur zu einer Theorievorlesung. So bekamen wir ein kleines Beispiel zur Erstellung einer Homepage einer Firma, welche ein ein-kanaliges Fernsehprogramm über das Web anbieten will. Zuerst mussten wir ein Anwendungsfalldiagramm anhand der UML skizzieren, ein Klassendiagramm erstellen, daraus eine Datenbankstruktur ableiten und eine kurze SQL Abfrage formulieren, ein Mock-Up für die Siteview des Administrator gestalten und dieses anhand der WebML beschreiben und zu guter Letzt dieses ganze Projekt anhand eines GANTT Charts durchplanen und Vorschläge zum Risikomanagement im Fall eines bestimmten Szenarios abgeben. Alles in Allem denke ich, dass diese Klausur soweit gut gelaufen sein sollte. Damit wäre die erste Vorlesung schon einmal bestanden! Im Gegensatz zu mir meinte Jose, dass ihm bei dieser Klausur weniger wohl gewesen sei. Aber wir wollen den Teufel ja nicht gleich an die Wand malen und warten vorerst ruhig die Ergebnisse ab.

Auch wenn heute Montag ist und ich am kommenden Freitag schon die nächste Klausur habe, war es heute unauweichlich notwendig mit David zu tapieren, da dieser Abend der Letzte für David in Granada sein wird. Ja, bereits morgen wird er die Heimreise antreten! Verdammt, wo ist denn bloß das letzte halbe Jahr geblieben??? So trafen wir uns zuerst mit Vanda, deren Freundin Kiara aus Italien, Zsolt, Geri und Jose in der Bar „Chopp“ um dann direkt in die Madroñera zu wechseln. Eric, der äußerst bemühte Besitzer dieser genialen Tapas Bar, empfing uns wie immer mit offenen Armen. Wir hatten großes Glück und bekamen für so viele Leute sogar einen eigenen Tisch. Nachdem wir dort praktisch zu Abend gegessen hatten, wechselten wir von den Tapas zu Copas und gingen ins Voules Vouz wo Pepe und seine französischen Freunde Janique, Matthieu und Antoine bereits auf uns warteten. Nach einige gemütlich Tubos, sprich kleinen Bieren, wechselten wir über zu Jarras, dem halb-litrigen Pendant im Krug, und marschierten dazu ins Marisma wo das Objekt unserer Begierde um € 1,50 angeboten wird. Die letzte Bar des Abends war dann das La Rocka. Natürlich durfte ein abschließendes Shawarma nicht fehlen und gegen 04:00 Uhr dürften wir dann auch schon in den Betten gelegen sein. Alles in Allem eine genialer Abschiedsabend, insofern Abschied nehmen genial sein kann.


Ein Foto mit den beiden Ungarn Geri und Zsolt, der angeblich 6 Sprachen sprechen soll, darunter auch Deutsch, und dazu noch Koreanisch lesen kann, in der Madroñera.


Am Futbolín im Voulez Vous: Ganz im Gegensatz zum meinen sonstige Fähigkeiten spielte ich wie ein kleiner Gott, sodass Pepe und ich die Franzosen eindeutig 6:0 schlugen.


Von links: Matthieu, Pepe, ich, Antoine und Janique. Matthieu und Janique wohnten im vergangenen Studienjahr mit Pepe in unserer jetzigen Wohnung. Janique hatte das Zimmer von David und Matthieu wohnte in meinem.


Die ganze Runde im Marisma: Ich, David, Kiara, Jose, Geri, Vanda, Matthieu, Janique, Pepe und Antoine (v.l.).




Eines nach dem anderen Vanda!


Mit Kira lernte ich eine nette „Leidensgenossin“ kennen. :-p

Sonntag, 25. Jänner 2009

Besuch der Alhambra und lernen, lernen, lernen, ..., 25.01.09

Als ich heute morgen aufwachte brannte mein Auge zwar teilweise immer noch ein wenig, aber es war schon spürbar besser. Bereits vor den Weihnachtsferien hatten wir uns für die Besichtigung der Alhambra, organisiert durch die ASEE, am heutigen Tage eintragen lassen. So spazierten wir gemütlich zum Plaza Nueva, dem Treffpunkt für den Aufstieg zur Alhambra. Es fanden sich nach und nach weitere Studenten ein, nur von der ASEE schien kein Mensch auftauchen zu wollen. Da im letzten Mail kurioserweise ausnahmslose Pünktlichkeit verlangt wurde und 15 Minuten nach vereinbartem Treffpunkt immer noch niemand anwesend war, beschlossen wir selber die Alhambra zu besteigen und hofften an den Schalten, an denen die Karten verkauft werden, jemanden von der ASEE anzutreffen. Dies war zuerst nicht der Fall. Wir irrten orientierungslos umher, fragten einige Angestellte und gaben die Hoffnung schon fast auf, als uns eine Touristenführerin fragten, ob wir die Erasmus Studenten seien, welche heute die Führung gebucht hatten. So kamen wir doch noch zu unserem Rundgang durch die Alhambra, wenn auch ohne Organisationsmitglied der ASEE. Die folgenden Bilder sprechen für sich, würde ich mal sagen.




Der immer wieder atemberaubende Blick auf das Albayzín.


Der ehemalige Palast des Sultan. Die Spiegelung im Wasser verleiht diesem Innenhof eine ganz besondere Atmosphäre.





Von diesem Teil der Alhambra hatte ich bereits vor meinem Granadaaufenthalt ein Foto als Desktophintergrund aus dem Internet geladen – jetzt habe ich mein Eigenes! :o)


Nachdem wir wieder in der Stadt angelangt waren, plagte uns schon der Hunger und wir suchten ein chinesisches Restaurant in der Nähe unserer Wohnung auf. Da diese in Granada wie Sand am Meer vorhanden sind, wurden wir auch bald fündig. Nach einem ausgezeichneten Menü – meiner Meinung nach das bisher Beste in einem chinesischen Restaurant hier in Granada – machten wir uns auf den Heimweg mit dem guten Willen zu lernen. Wie bereits gestern erwähnt habe ich morgen eine Klausur und David am Dienstag vor seiner Abreise. Ich machte mich sofort daran die Unterlagen für die morgige Klausur durchzulesen und merkte bald wie ich mit jeder Zeile müder wurde. Obwohl ich die letzte Nacht gut und viel geschlafen hatte, sah ich sofort ein, dass das so keinen Sinn haben würde und legte mich kurz hin. Aus kurz wurden dann immerhin 2 Stunden, aber dafür kam ich im Nachhinein umso besser voran. So lernte ich für die Klausur aus „ingeniería del software“ und begann auch schon für die Klausur aus „comportamiento del consumdior“ am 5. Februar zu lernen. Anhand der Fülle des Stoffs sah ich auch bald ein, dass dieser frühe Lernstart eine gute Entscheidung war. Um immer wieder einmal eine Pause einzulegen schrieb ich ein wenig an meinem Blog und skypte mit Nadja um die neuesten Infos unserer Wohnungssuche zu erfragen.

Irgendwann so gegen 21:00 Uhr kam Pepe mit seinem Besuch retour. Bereits gestern kamen 3 Freunde von Pepe aus Frankreich an, welche uns eine gute Woche hier beehren werden. Plötzlich ging es in unserem Wohnzimmer zu als hätte dort eine Diskothek geöffnet: Musik, Gesang und lautes Gekicher, neben den Männern mussten also auch Frauen anwesend sein, waren deutlich zu vernehmen. Natürlich dauerte es nicht lange bis an unsere Türen geklopft wurde und Minia, Lucía und eine weitere, uns bisher unbekannte Freundin der beiden, vor unseren Zimmertüren standen. Deren Intention war eindeutig. Da wir jedoch noch zu lernen hatten, vertrösteten wir die Mädchen auf in ungefähr einer Stunde und zogen uns wieder zum Lernen zurück. Da eine Pause nie schaden kann, schlossen wir uns eine gute Stunde darauf tatsächlich der heiteren Partygesellschaft in unserem Wohnzimmer an und stießen mit dem vom Freitag verbliebenen Jameson auf unser Auslandssemester an. David wird mich bereits übermorgen verlassen und so hatten wir auch allen Grund dazu den wohl letzten gemeinsamen Jameson ordentlich zu genießen. Gegen 01:00 Uhr plagte uns langsam aber sicher der Hunger und wir beschlossen uns noch ein Shawarma verdient zu haben. Obgleich der Rest der Runde noch ausging, erachteten wir es, in Anbetracht der anstehenden Prüfungen, als sinnvoller bald schlafen zu gehen. Im Bett las ich mir noch einmal meine Zusammenfassung der Vorlesung „ingeniería del software“ durch um dann gegen kurz nach 02:00 Uhr einzuschlafen.

Samstag, 24. Jänner 2009

Linkes Auge wieder etwas entzündet, 24.01.09

Als ich heute in der Früh aufgewacht bin, war mein Auge wieder deutlich entzünden und brannte unangenehm. Das einzig positive an der ganzen Sache war, dass ich das selbe Problem bereits im November hatte, und daher schon wusste was zu tun war: Da mir die Augentropfen, welche ich mir schon im November besorgt hatte, damals sehr gut geholfen hatten, marschierte ich zur Apotheke und besorgte mir die selber Tropfen wieder. Der Apotheker riet mir die Linsen jetzt natürlich nicht zu tragen – na no na – und meinte wenn ich diese Tropfen verwende erst recht nicht, da sich diese angeblich nicht mit den Linsen vertragen. Darin könnte auch der Grund für die erneute Entzündung liegen: Ich hatte bereits vor einigen Tagen, nach langem Tragen der Linsen, die noch verbliebenen Augentropfen angewandt und bald darauf die Linsen wieder getragen ... das wird mir jetzt so schnell nicht wieder passieren.

Der restliche Tag gestaltete sich dann aufgrund meiner temporalen „Behinderung“ recht ereignislos. Ich skypte mit Nadja und meiner Mum, das wurde auch wieder einmal Zeit, da wir uns jetzt schon eine ganze Woche nicht mehr gehört hatten, und versuchte irgendwie zu lernen, was mir aber nicht so recht gelingen wollte. Skypen konnte ich noch recht gut im Bett mit geschlossenen Augen, beim Lernen fällt das allerdings etwas schwer. Da mein linkes Auge bei längerer Anstrengung, sprich lesen, bald zu brennen begann, gab ich diese Bestrebungen bald auf. Ich hoffe allerdings, dass sich dieses Problem bald einstellen wird, da am Montag die Klausur aus „ingeniería del software“ ansteht und ich dafür doch noch etwas lernen sollte ...

Ach ja, etwas Wichtiges hätte ich fast vergessen: Ganz so sinnlos war der heutige Tag doch nicht, da ich mich dazwischen für einige Minuten zusammenreißen konnte und es, obgleich des schmerzenden Auges schaffte die Buchung für unseren Flug nach Mallorca zu realisieren! Vor einigen Tagen hatten wir lediglich Pläne, bereits heute wurden diese Wirklichkeit! So werden wir vom 13. - 16.Februar zu Viert – Marita, Magda und ihr Freund Łukasz (sprich: Wukasch) und ich – auf Mallorca sein! Das wird bestimmt ein grenzgenialer Abschluss meines Auslandssemesters!

Freitag, 23. Jänner 2009

¡Cumpleaños feliz, David!, 23.01.09

Heute schaffte ich es tatsächlich wieder etwas früher aufzustehen und machte mich auch so schnell wie möglich daran zu lernen. So kam ich in „ingeniería del software“ etwas voran, die Klausur dieser Vorlesung findet ja bereits am Montag statt, und konnte ebenso die Zusammenfassung der Vorlesung „comportamiento del consumidor“ fertigstellen. Das Resultat ist nun ein 27-seitiges Exzerpt, welches wirklich nur Stichworte und die wichtigsten Inhalte der Vorlesung enthält ... das wird ein Spass das Alles (quasi auswendig) zu lernen!

Da heute die letzte Vorlesung aus „informática de gestión“ anstand und ich ohnehin nicht sehr oft in dieser Vorlesung war, konnte ich mich heute aufraffen um diese Vorlesung doch wieder einmal zu besuchen. Wer weiß, vielleicht werden ja interessante Informationen bezüglich der Klausur preisgegeben. Diese Hoffnungen erfüllten sich nur teilweise, aber ein klein wenig schlauer konnte ich dennoch werden. Ungeachtet dessen habe ich keine großen Bedenken was diese Klausur betrifft. Diese Vorlesung war nicht nur die letzte Vorlesung aus dem genannten Kurs, sondern ebenso meine letzte Vorlesung an der Universidad de Granada. Ab Montag finden keine Vorlesungen mehr statt, sondern nur mehr Klausuren, Klausuren und Klausuren, ah und noch eine Klausur – also 4 Stück in meinem Fall. Die letzten Tage habe ich mir schon sehr oft gedacht, dass dieses Semester beängstigend schnell vorübergegangen ist. Noch gestern schlief ich im Backpacker's Hostel Oasis, geisterte ohne Plan durch die unbekannte Stadt Granada um verzweifelt eine Wohnung zu suchen und jetzt fliege ich in nicht einmal mehr einem Monat schon wieder nach Hause.

Nach dieser Vorlesung machte ich mich auf zum Hipercor um Einkäufe für Davids Geburtstagsgeschenk zu erledigen. So besorgte ich 2 Bilderrahmen, da ich mir vorgenommen hatte unsere Karikatur für ihn einzurahmen – natürlich erst nachdem ich mir davon ein Kopie erstellen habe lassen – und natürlich durfte auch eine Flasche Jameson nicht fehlen. Zu meiner großen Freude hatte der Hipercor wieder die Jameson Box mit 2 kostenlosen Gläsern im Angebot. Auch wenn David damals gar nicht sauer auf mich war, konnte ich damit das Glas, welches ich während der Weihnachtsferien zerstört hatte, zumindest wieder gut machen :o) Nachdem dies alles erledigt und ich sozusagen für die heute anstehenden Geburtstagsfeier gerüstet war, ging ich noch meinem Auslgeichssport nach und war im Fitnessstudio.

Gegen 23:00 Uhr trafen dann die ersten Gäste ein und wie bereits viele, viele Male verbrachten wir einen total netten Abend in unserer Wohnung. In dieser Nacht schafften wir es zum ersten Mal, dass sich die Nachbarn beschwerten. Pepe hatte uns am Anfang des Semesters mitgeteilt, dass seitdem er in dieser Wohnung residiert, also seit bereits fast 2 Jahren, noch nie motzenden Nachbarn vor der Tür standen. Heute Nacht geschah dies zum ersten Mal, wobei sie sich gleich darüber beklagten, dass es jedes Wochenende das selbe sei. Das heißt also, dass wir heute nicht ausnahmslos laut waren, sondern dass sich die Nachbarn bisher noch nie gemeldet hatten aber sich bereits des Öfteren gestört fühlten. Nun ja, wenn sie sich erst jetzt melden, kann ich ihnen in dieser Angelegenheit auch nicht weiterhelfen. Gegen Ende des Abends begannen, aus mir unerklärlichen Gründen, mein linkes Auge wieder zu brennen und ich nahm natürlich sofort meine Linsen heraus. Als dann der Großteil beschloss noch aus- bzw. nach Hause zu gehen, legte ich mich auch bereits ins Bett, da mein Auge nicht wirklich besser wurde. Ich hoffe mir nicht wieder eine gröbere Entzündung eingefangen zu haben. Aber jetzt gibt’s erst einmal Fotos von Davids Geburtstagsfeier.



Zsolt – ein weiterer Ungar, den wir zum ersten Mal bereits am Playa Mónsul am Anfang des Semesters trafen.


Wahhhhhhh, was machen denn all diese Leute in unserer Wohnung? :-p


Ein Foto mit meinen besten Freunden in Granada: Marita und David!


Leicht affig, oder?


Oh mein Gott ... blöd schauen ist ja schön und gut, aber was Jose da anstellt ... :-p


Schon besser! :o)


Das hat Stil: Zum 24.Geburtstag trink man natürlich Jameson on the rocks aus einer Café Tasse.

Donnerstag, 22. Jänner 2009

Man kann den Tapas einfach nicht widerstehen, 22.01.09

Heute wäre bereits der dritte Tag gewesen, an dem ich um 07:00 Uhr aufgestanden wäre, und die zweite Nacht, in der ich nur 5 Stunden geschlafen hätte. An der Fülle an Konjunktiven im vorangegangen Satz lässt sich bereits leicht erahnen, dass ich meine Pläne nicht in die Tat umsetzen konnte. Also der Wecker um 07:00 Uhr schellte, fühlte ich mich noch als wäre ich gerade erst schlafen gegangen und ich sah ein, dass es nicht viel Sinn haben würde, wenn ich jetzt zum Lernen aufstünde. So stellte ich den Wecker auf 10:00 Uhr vor, nur – schlaftrunken wie ich noch war – vergaß ich, wie schon so oft, den Wecker auch zu aktiveren ... nur die Uhrzeit zu konfigurieren ist ja schön und gut, aber bringt noch lange nicht den gewünschten Effekt, dass der Wecker auch läutet. So schlief ich friedlich bis circa 11:20 Uhr um beim ersten Blick auf den Wecker wie elektrisiert aus dem Bett zu springen. Bereits um 12:00 Uhr sollte ich nämlich auf der ETSIIT sein um die Übung aus „ingeniería del software“ abzuschließen! Scheint als hätte ich mir Pepes Aufsteh-Strategie schon ganz gut abgeschaut: Raus aus dem Bett, rein in die Klamotten, Gesicht waschen und Zähne putzen und raus bei der Tür. So schaffte ich es tatsächlich innerhalb von 40 Minuten an die ETSIIT zu gelangen, wobei die Busfahrt alleine schon 20 Minuten verschlingt. Dort angekommen begannen wir sofort mit der Übung und wurden auch fast fertig. Ein einziger Fehler blieb uns noch, den wir nicht zu beseitigen wussten. Da die Jungs meiner Gruppe die entsprechende Professorin im Anschluss in einer anderen Vorlesung hatten, beschlossen wir direkt zu fragen was da schief läuft, als uns länger zu ärgern.

Ich setzte mich anschließend wieder in die Bibliothek und konnte meine Zusammenfassung der Vorlesung „ofimática“ endlich abschließend. Jetzt bleibt mir nur mehr der Stoff den wir in der letzten Vorlesung, sprich heute, durchnehmen. Im Anschluss fand die betreffende Veranstaltung auch schon statt.

Am Heimweg stieg ich etwas früher als geplant aus dem Bus aus um endlichen mein Weihnachtsgeschenk, welches ich bisher rein in monetärer Form von Nadjas Eltern bekommen hatte, zu kaufen. So bin ich nun stolzer Besitzer eines stylischen, grünen UGR Pullover, welchen ich euch natürlich nicht vorenthalten will. In erster Linie sollen Christine und Gerhard ja auch wissen, was sie mir da eigentlich geschenkt haben. :-)


Vielen Dank, für dieses lässige Geschenk!

Zu Hause angekommen, packte ich auch schon wieder meinen Rucksack und ging ins Fitnessstudio. Im Anschluss kam ich dazu noch einiges für die Universität zu erledigen um mich nach längerem Zögern und Zweifeln doch dafür zu entscheiden Geri und David auf eine Runde Tapas zu begleiten. Zuerst gingen wir ins Poë, da dort weitere Freunde von Geri warteten. In einer Runde voller Ungarn verstand ich zwar nicht viel, aber genoss dennoch die speziellen Tapas dieser Bar. Etwas verspätete stieß dann auch noch Marita zu uns. Nach dem Poë ließen wir den Abend in der Chupiteria 69 ausklingen, also ich zumindest. Die restlichen Partytiger ließen sich natürlich nicht davon abhalten noch längers auszugehen. Aber gut, was würde ich machen, wenn ich mit der Universität hier schon so gut wie fertig wäre? Man kann es ihnen also wirklich nicht verübeln.

So kam ich um kurz vor 04:00 Uhr ins Bett und hoffe morgen um 09:00 Uhr aufstehen zu können, da vor Davids Geburtstagsfeier noch einiges zu tun ist.

Mittwoch, 21. Jänner 2009

Nur noch ein Monat!, 21.01.09

Auch wenn ich gestern einen harten Tag hatte und erst spät ins Bett kam, half es heute nichts als wiederum früh, also um kurz nach 07:00 Uhr, aufzustehen. Immer noch habe ich sehr viel zu tun und daran wird sich bis zum Wochenende auch nicht viel ändern, speziell nicht wenn ich die Vormittage weiterhin im Bett verbringen. Außerdem will ich bis zum Freitag so viel als nur möglich abarbeiten, da am 23.01, also diesen Freitag, Davids Geburtstag ansteht! Ich habe nur mehr ein Monat, David hat heute noch genau eine Woche. D.h. wir werden nicht nur seinen Geburtstag feiern, sondern es wird generell eine der letzten Möglichkeiten sein gemeinsam zu feiern. Ich kann es noch nicht wirklich glauben, dass wir bereits den 21.01.09 schreiben. Noch gestern, so kommt es mir vor, lag dieses Datum in ferner, ferner Zukunft und ich hatte irgendwie versucht mich damit abzufinden, dass ich meine geliebte Heimat so schnell nicht wieder sehen werde. Jetzt dauert es nur mehr ein Monat bis ich von meinem granadinischen Leben Abschied nehmen muss, was gewiss auch nicht leicht werden wird, und wieder auf Tiroler Boden stehen kann. Freude und Trauer kann man tatsächlich ohne Probleme in einem Moment verspüren, wobei die Freude in diesem Fall doch etwas überwiegt.

Nun aber zum heutigen Tag: Den Vormittag habe ich wieder sehr gut ausnutzen können und bin mit meinen Zusammenfassungen ein gutes Stück voran gekommen. Auch für „ingeniería del software“ habe ich bereits zu lernen begonnen. Am Nachmittag traf ich mich mit Jose um unserem Teil der aktuellen Übung aus „ingeniería del software“ den letzten Feinschliff zu verpassen. Zwei Stunden darauf, also um 17:00 Uhr, trafen wir uns mit dem Rest der Gruppe um beide Teile zusammenzufügen. In der letzten Übung erfuhren wir, dass eine Funktion, welche wir noch nicht implementiert hatten und auch glaubt, dass diese nicht implementiert werden müsste, doch relevant sei. So machten wir uns sofort daran diese zu realisieren und wurden auch schon fast fertig. Da morgen keine Vorlesung mehr stattfindet – davon wusste ich bis zum Abend noch nichts – beschlossen wir diese freigewordene Stunde zu nutzen um die Übung endgültig abzuschließen.

Nach 6 Stunden HTML und PHP Schreiberei kam ich um kurz vor 22:00 Uhr zu Hause an und skypte noch ein wenig mit Nadja. Anschließend zogen Geri, David und ich los um noch gemütlich zu tapieren und uns ein, zwei Feierabendbiere zu gönnen. Endlich im Bett las ich noch ein wenige meine Zusammenfassung aus „ingeniería del software“ durch um dann gegen kurz vor 02:00 Uhr einzuschlafen. Der Wecker ist wieder auf 07:00 Uhr gestellt, nur wäre dies schon das zweite Mal hintereinander, dass ich nur 5 Stunde schlafe ... mal sehen, ob ich morgen wirklich so früh aufstehen kann.

Dienstag, 20. Jänner 2009

Weiterhin im Universitätsstress, 20.01.09

Wie ich bereits anklingen habe lassen, habe ich mir für diese letzte Vorlesungswoche einen recht intensiven Arbeitsplan geschnürt, der für heute vorsah bereits um 08:00 Uhr an meiner Zusammenfassung für „ofimática“ weiterzuarbeiten. Mit Widerwillen, aber doch mit Erfolg schaffte ich es mich um kurz nach 07:00 Uhr aus dem Bett zu schleppen um meine Pläne in die Tat umzusetzen. So schaffte ich es tatsächlich quasi den gesamten Vormittag produktiv zu arbeiten ... wenn man damit wieder einmal anfängt, ist es gar nicht so schwer ... aber das Anfangen ... nun ja.

Gegen 11:00 Uhr ging ich dann gemütlich zur Bushaltestelle um auf die ETSIIT zu fahren, da ich dort um 12:00 Uhr die letzte Prueba aus „ofimática“ hatte. Diesmal konnte ich leider „nur“ 90% der erreichbaren Punkte einholen :o), dennoch habe ich somit im Gesamten von 4 Punkten 3,92 erreicht. Das spanische Notensystem reicht von 1 – 10, wobei man ab 5 bestanden hat. D.h., dass ich jetzt in der Klausur, welche maximal 4 Punkte bringt, noch 1,08 Punkte erreichen muss. Ich denke das sollte machbar sein.

Die Übung dauert normalerweise 2 Stunden, nur daher heute die letzte Prueba anstand und keine weiteren folgen, war ich natürlich sobald ich dieses Mini-Examen absolviert hatte schon wieder auf dem Weg zum Campus Cartuja. Dort pflanzte ich mich in die Bibliothek und resümierte den Stoff der gestrigen Vorlesung „comportamiento del consumidor“, bevor ich in die entsprechende Vorlesung des heutigen Tages ging. Und nach 2 Stunden war es geschafft: Unzählige Wochen, zumindest kam es mir so vor, hatte ich mich jeden Montag und Dienstag von 15:30 – 17:30 Uhr in diese Vorlesung gesetzt und hochkonzentriert versucht mitzudenken – meistens jedenfalls. Wie ich jedoch gestern schon erwähnt hatte ... ich bin überhaupt nicht böse, dass diese Vorlesung mit heute ihr Ende gefunden hat. Jetzt darf man nur noch auf die Prüfung am 05.02 gespannt sein ...

Eine Stunde später hatten wir die zweite Praxisklausur aus der Vorlesung „informática de gestión“. Natürlich hatte ich auf diese Klausur so gut wie nichts gelernt, lediglich war es mir wert die Anleitungen zu den Übungen eine viertel Stunde durchzublättern, und diese Entscheidung bereue ich auch nach der Klausur nicht. Im Grunde genommen waren die gestellten Aufgaben in keinster Weise schwierig, aber an so machen stellen hat es einfach „gefuxt“, wie man so schön sagt. Zudem hatte ich mir anfangs sehr viel Zeit gelassen und bin die Sache äußerst ruhig angegangen, wodurch ich zum Schluss fast ein Zeitproblem bekommen hätte. Aber eben nur fast. :o)

Nach bereits über 12 Stunden aktivem Wachsein, 2 Klausuren und einer Vorlesung schaffte ich es im Anschluss mich irgendwie ins Fitnessstudio zu schleppen um dort auch noch recht gut zu trainieren. Als ich schließlich gegen 22:00 Uhr zu Hause ankam, skypte ich mit Nadja und natürlich unterhielten wir uns wieder über unsere zukünftige Wohnung. Nadja hatte sich heute spontan eine weiteres Objekt angesehen, welches jedoch aus diversen Unzulänglichkeiten (keine Küche, riesiges Wohnzimmer aber kein Schlafzimmer, usw.) und aufgrund sehr hoher Mietkosten nicht in Frage kommt. Im Gegensatz dazu haben Mum und Dad in der Zeitung eine äußerst interessant klingende Annonce gefunden, welche natürlich noch nicht alles über die angebotenen Wohnung preisgibt aber schon viel verspricht. 82 m² um nicht ganz 500 €, dazu noch die Betriebskosten ... dann wären wir bei grob geschätzt 550 €. Das ließe sich vermutlich irgendwie machen. Nadja wird dort morgen anrufen und ich bin schon äußerst gespannt darauf, was sich diesbezüglich ergibt.

Da ich heute eigentlich noch nicht wirklich gegessen hatte, eine Schüssel Cornflakes in der Früh und zwei Tostadas de Tomate unterm Tag, beschlossen wir noch zu tapieren. So machte ich mich mit David und Geri auf den Weg in die Tapas Bar Poderio, anschließend noch in die Bocadillería Segovia und zum Schluss, Geri war zu diesem Zeitpunkt schon weggebrochen, ein letztes Gläschen im Voulez Vous.

Im Bett las ich mir noch ein wenige meine Zusammenfassung der Vorlesung „ingeniería del software“ durch um dann gegen 02:00 Uhr diesen anstrengenden, aber erfolgreichen 19 Stunden Tag zu beenden.

Montag, 19. Jänner 2009

Voll im Universitätsstress, 19.01.09

Da ich es letzten Donnerstag vorzog auszugehen und dadurch meine Verabredung mit Jose am Freitag geopfert werden musste, trafen wir uns also wie letzte Woche bereits ausgemacht heute um 08:30 Uhr an der ETSIIT. Das hieß für mich schon um 06:30 Uhr aufstehen. Ich glaube es ist schon Ewigkeiten her, dass ich das letzte Mal so früh aufgestanden bin.

Wir trafen uns in der Cafetería und wollten gleich zu arbeiten beginnen, aber – wie könnte es auch anders sein – die Technik machte uns diesmal einen großen Strich durch die Rechnung. Der Server der ETSIIT war nicht erreichbar, so hatten wir unsere Dateien nicht und auch wenn wir diese gehabt hätten, hätten wir nichts ausprobieren können, da dadurch natürlich auch die Datenbank nicht erreichbar war. Nun ja ... ich dachte mir zwar kurz wozu ich jetzt so früh aufgestanden bin, aber ich nutzte die Zeit dann dennoch sinnvoll um in der Bibliothek zu lernen. Jose leistete mir bis 10:00 Uhr Gesellschaft. Danach ging er in eine seiner Vorlesungen und eine Stunden später trafen wir uns wiederholt und wir hatten Glück: Der Server war wieder online. So arbeiteten wir bis 13:30 Uhr durch und wurden bereits fast fertig. Rein funktionell fehlt noch eine Kleinigkeit und rein optisch noch eine Menge, aber diese Homepage muss auch keinen Designerpreis gewinnen. Unserem Fleiß fiel die heutige Vorlesung aus „ingeniería del software“ zum Opfern, aber da der Stoff soweit durchgenommen ist, denke ich nicht, dass wir etwas Großartiges verpasst haben. Ich aß im Comedor und fuhr anschließend auf den Campus Cartuja. Dort blieb mir noch eine halbe Stunde in der Bibliothek und dann fand auch schon wieder die Vorlesung „comportamiento del consumidor“ statt. Ich bin wirklich nicht böse, dass morgen die allerletzte Einheit dieser Vorlesung stattfindet. So interessant die Materie auch ist, es ist enorm viel Stoff und ich habe ständig im Hinterkopf, dass ich das bis zum 05.02 alles können soll.

Anschließend war ich zum ersten Mal im Arbeitssaal der Universität, da ich in der Bibliothek keinen Platz in der Nähe einer Steckdose fand. Dort arbeitete ich recht produktiv und konnte heute, wie geplant, meine Zusammenfassung der Vorlesung „ingeniería del software“ fertigstellen. Das wird auch gut sein so, da bereits heute in einer Woche die entsprechende Klausur stattfindet.

Zu Hause angekommen skypte ich mit Nadja. Wir unterhielten uns über die Wohnung, welche Nadja heute besichtigt hatte. Mein Schatz hat mir extra einen Plan vom Grundriss der Wohnung gezeichnet und auch ein paar Fotos geschickt. Aus dem mir zu Verfügung stehenden Material kann ich leider nicht viel sagen. Ich weiß nur, dass ich nicht vollkommen überzeugt bin und mir die Wohnung selber anschauen müsste. Mal sehen wie wir in dieser Sache weiter verfahren.

Im Anschluss habe ich noch ein schnelles Abendessen zubereitet, mich kurz auf die morgige Prueba aus „ofimática“ und das „Examen“ aus der Übung „informática de gestión“ vorbereitet und meinen Blog gefüllt. Morgen habe ich wieder einen sehr vollen Terminkalender und möchte auch wieder früh aufstehen. Darum wird es jetzt das Beste sein, wenn ich mich schnell ins Bett lege und versuche zu schlafen.

Sonntag, 18. Jänner 2009

Rückkehr nach Granada, 18.01.09

Gestern war es schon gar nicht nett um 12:00 Uhr aus den Federn zu krabbeln, aber heute war es irgendwie noch unangenehmer schon um 15:00 Uhr geweckt zu werden! :-p Irgendwie schafften wir es schließlich aber dennoch, so gerne wir auch noch liegen geblieben wären.

Pepe stand bereits in der Küche und bereitete uns ein geniales Frühstück aus getoasteten Bocadillos mit Jamón, Tomaten und anderen leckeren Zutaten. Wir hatten eigentlich geplant am heutigen Nachmittag noch einige Tapas Bars in Arahal zu besuchen. Angesichts der schon eher späten Stunde verwarfen wir dieses Vorhaben jedoch. So brachen wir nach dem Frühstück und nachdem wir uns von Pepes Eltern verabschiedet hatten auch schon wieder auf nach Granada. Immerhin hatten wir doch gut 2 Stunden Fahrt vor uns und David und Geri sollten morgen auch noch eine Klausur schreiben, für die sie noch nicht wirklich gelernt hatten. Alles in Allem durften wir ein genialen Wochenende in Sevilla und Arahal verbringen und ich bin Pepe äußerst dankbar, dass er uns auf diese Reise mitgenommen hat. Im Auto habe ich ausgezeichnet geschlafen und ungefähr gegen 19:00 Uhr schlugen wir in Granada auf. Zumindest für mich verging die Zeit wie im Flug. :-)

Zu Hause angekommen habe ich meine Mails bearbeitet, immerhin hatte ich die letzten 2 Tage kein Internet zur Verfügung, und stellte fest, dass eine sehr gute Nachricht eingetroffen war. Moritz, ein deutscher Student, der im kommenden Semester in Granada studieren wird, hat mir fest zugesagt, dass er meinen Mietvertrag ab Februar übernehmen wird! Bereits vor einigen Tage hatte ich ins Forum der Organisation GOErasmusGo einen Post bezüglich meines Zimmers gestellt und so ergab es sich, dass ich Moritz kennen lernte. Jetzt darf ich mich dann im Februar schon darauf freuen meine Kaution wieder entgegenzunehmen, da ich diese im Falle der Nicht-Erfüllung der gesamten Vertragslaufzeit nicht wiedergesehen hätte. Im Anschluss habe ich noch mit Nadja geskypt. Die Wohnungssuche in Kufstein geht recht gut voran und schon morgen wird sich Nadja die erste Wohnung ansehen. Da bin ich jetzt schon sehr gespannt, was sie mir dann zu berichten hat. Den Rest des Abends habe ich hauptsächlich damit verbracht die Blogeinträge der letzten Tage zu komplettieren und die Fotos der Reise nach Sevilla, knappe 200 Stück, in mein großes Fotoarchiv einzuordnen. Bisher habe ich in diesem halben Jahr 2205 Fotos geschossen! :o) Da ich an diesem Wochenende rein gar nichts für die Universität erledigen konnte, raffte ich mich anschließend sogar noch auf ein wenig an der Zusammenfassung für „ofimática“ zu arbeiten. Gegen 02:00 Uhr ging ich dann zu Bett um morgen nicht komplett neben mir zu stehen. Immerhin sollte ich bereits um 06:30 Uhr aufstehen, da ich mich um 08:30 Uhr mit Jose zum Arbeiten treffe. Morgen startet bereits die letzte Vorlesungswoche, anschließend habe ich „nur“ mehr Klausuren. Ich kann es noch gar nicht glauben, dass dieses Semester im Grunde genommen schon fast gelaufen sein soll. Auch wenn ich das ein oder andere Mal wehmütige Emotionen im Bezug auf meine geliebte Heimat Tirol verspürte, verging dieses vorletzte Semester meines Bacherlorstudiums doch recht flott.