Nach der gestrigen Nacht mussten wir uns heute natürlich entsprechend lange ausschlafen ... so ein 11 Stunden-Ausgeh-Marathon zehrt eben doch ein wenig an den Reserven. So standen wir erst gegen 17:00 Uhr auf und, bevor Sean dann doch den von gestern aufgeschobenen Heimweg antrat, vereinbarten wir sofort uns um 22:00 Uhr wieder am Plaza Gran Capitán zu treffen um wieder gemütlich ein paar Tapas zu knabbern. Auch Ju, welche mir bereits gestern zusicherte heute mit uns mitzukommen, ließ ich diese Information per SMS zukommen.
Ich nutzte die bis zu unserer Verabredung verbleibenden Stunden um mit Nadja zu skypen und Blogeinträge nachzuschreiben. Ich hätte mir wirklich nicht gedacht, dass ich in diesen Tagen so beschäftigt sein werde um nicht einmal regelmäßig meinen Blog befüllen zu können. Pero bueno, ¡menos mal!
Als ich aus der Dusche kam, ungefähr eine halbe Stunde vor geplantem Aufbruch, sah ich, dass ich ein SMS von Sean bekommen hatte, welches mir mitteilte, dass der gestrigen Abend für meinen Freund aus Singapur wohl etwas zu lange und intensiv war und sich dieser deshalb heute nicht mehr zum Ausgehen aufraffen kann. Pero bueno, da mir auch Ju zugesagt hatte, war ich dennoch pünktlich um 22:00 Uhr am Plaza Gran Capitán. Als Ju eintraf, marschierten wir gemeinsam in die Calle de Elvira, in welcher wir die Bar „La Bella y la Bestia“ aufsuchten. Bei großzügigen Tapas und gutem Bier plauderten wir viel über die koreanische Kultur, im Speziellen über die für uns Europäer eigenartig und veraltet wirkenden Verhaltensweisen zwischen Mann und Frau. Die Gesellschaft ist dort immer noch sehr patriarchalisch aufgebaut: So lässt man beispielsweise immer den ältesten anwesenden Mann zuerst eintreten (Bar, Haustür, Zimmertür, ... einfach überall). Auch hegt man die Auffassung, dass der Mann im Haushalt keinen Finger rührt und sich von den Frauen von Hinten bis Vorne bedienen lässt.
Auf dem Weg schienen die Temperaturen unerträglich kalt. So kam es, dass mich Ju noch auf einen original koreanischen Tee zu sich nach Hause einlud. Dieses freundliche Angebot nahm ich natürlich gerne an. Also die Koreaner scheinen wirklich zu wissen wie man guten Tee mit einzigartigem Geschmack macht!

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